Tag Archives: Antimilitarismus

Gegen die Kriegstüchtigkeit

3.12. Lesung mit Ole Nymoen: Warum ich niemals für mein Land kämpfen würde

Die Bundesregierung plant die Wiedereinführung der Wehrpflicht. Am 5. Dezember soll sie im Bundestag verabschiedet werden. Es geht um nichts Geringeres als die „Herstellung der Kriegstüchtigkeit“. Der Podcaster und Autor Ole Nymoen („Wohlstand für Alle“) widerspricht. Denn im Krieg wird der Mensch zum Ding, zum bloßen Instrument der Machthaber. Auf ihren Befehl hin gilt es zu töten, und was im zivilen Leben als schlimmstes Verbrechen gilt, wird zur Alltagshandlung. Zwei Tage vor der Abstimmung im Bundestag hören wir sein starkes Plädoyer gegen den Kriegseinsatz und die Wehrpflicht.

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Willst du für Deutschland sterben?

Deutschland muss wieder „kriegstüchtig“ werden – diesen Satz hört man seit dem Krieg in der Ukraine häufig aus der Politik. Auch im neuen Koalitionsvertrag ist Aufrüstung und die Umstrukturierung der Wehrpflicht eines der Hauptthemen.

Der Bundeswehr fehlt seit Jahren eine Reserve von ausgebildeten Soldat:innen oder einfach gesagt: Im Kriegsfall rechnet man mit hohen Todeszahlen. Für diesen Fall ist es wichtig, dass genug Reservist:innen als Kanonenfutter nachrücken können. Trotz ihrer Werbung auf allen Kanälen gelingt es der Bundeswehr nicht, ausreichend Rekrut:innen zu gewinnen. Deshalb soll in Zukunft ein Fragebogen an alle 18-jährigen Männer geschickt werden. Das Ausfüllen dieses Fragebogens wird verpflichtend sein – bei Verweigerung drohen noch unklare Sanktionen. Es werden Fragen zu körperlicher Gesundheit und bestimmten Fähigkeiten gestellt. Wer für die Bundeswehr in Frage kommt, wird zu einer verpflichtenden Musterung eingeladen. Durch diese „Wehrerfassung“ sollen Informationen über alle „wehrfähigen“ Bürger:innen gesammelt werden, die dem Staat seit der Abschaffung der Wehrpflicht fehlen.

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Breites Bündnis kritisiert Sondervermögen für Aufrüstung der Bundeswehr

Gemeinsam mit anderen Organisationen erklärt die SJD – Die Falken:

Die russische Regierung muss sofort alle Angriffe stoppen, sich vollständig aus der Ukraine zurückzuziehen und die Souveränität und territoriale Integrität der Ukraine achten. Unsere größte Sorge gilt derzeit den Menschen in der Ukraine. Gerade jetzt bekennen wir uns, mehr denn je, zu unverletzlichen und unveräußerlichen Menschenrechten als Grundlage jeder menschlichen Gemeinschaft, des Friedens und der Gerechtigkeit in der Welt.

Wir sagen aber auch:

Wir lehnen das von Bundeskanzler Scholz am Sonntag vorgeschlagene Sondervermögen für Aufrüstung in Höhe von 100 Milliarden Euro und dauerhafte Rüstungsausgaben von über zwei Prozent des Bruttoinlandsprodukts ab. Das ist ein beispielloser Paradigmenwechsel, dem wir uns vehement entgegenstellen. Stattdessen sollte darüber diskutiert werden, wie wir den Menschen in der Ukraine schnellstmöglich helfen können.

Statement mit der DIDF-Jugend: Solidarität mit den Menschen in der Ukraine!

Solidarität mit Menschen in der Ukraine

Erklärung des Bundesverbands der Falken zusammen mit der DIDF-Jugend.

25.02.2022: Wir, die Sozialistische Jugend Deutschlands – Die Falken und die DIDF-Jugend, verurteilen den Angriffskrieg auf die Ukraine durch Russland.

Wir zitieren:

Unsere Solidarität gilt den Menschen in der Ukraine und der russischen Friedensbewegung. Wir stehen an der Seite derjeniger, die dort mutig für den Frieden demonstrieren und klarmachen: Das ist nicht ihr Krieg! […] Welche Großmacht am Ende welchen Einfluss geltend machen kann, liegt nicht in unserem Interesse. In unserem Interesse liegt, dass der Krieg beendet wird. […] Wem am Schicksal der Menschen in der Ukraine gelegen ist, die*der muss die Aufnahme und Evakuierung von Flüchtenden fordern […] Internationale Solidarität bedeutet, diesen Menschen zu helfen, sich für sichere Fluchtrouten einzusetzen und für eine sofortige Beendigung des Kriegs zu demonstrieren.

Die Waffen nieder! Erklärung der VVN-BdA zum Überfall auf die Ukraine

Angesichts des Angriffs auf die Ukraine weisen wir auf die aktuelle Erklärung der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten hin.

Wir zitieren aus der Erklärung:

In allen Staaten Osteuropas wurden „nationale Identitäten“ mithilfe nationalistischer und rechtsgerichteter Ideologien konstruiert, vielfach mit Rückgriff auf die ideologischen Verwüstungen, die die Jahre des nazistischen Krieges, der Okkupation und der Kollaboration angerichtet haben. […]

Die lautstärksten Freunde findet die Politik Russlands in Deutschland gerade in diesen Tagen bei der AfD, Reichsbürgern und anderen extrem rechten Gruppierungen, die im Putin-Regime ein Modell für Deutschland sehen. […]

Einen langfristigen Frieden in Europa wird es nur geben, wenn Großmachtstreben, Nationalismus, Chauvinismus und Autoritarismus in allen Ländern überwunden werden.

https://vvn-bda.de/die-waffen-nieder-erklaerung-der-vvn-bda-zum-ueberfall-auf-die-ukraine/#more-4116